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Mir is langweilig -.-

"Ladies and Gentleman, meine Damen und Herren. This train will arrive in Frankfurt in two Minutes. Dieser Zug wird in zwei Minuten in Frankfurt ankommen. Please take all your baggage with you. Bitte nehmen sie all ihr Gepäck mit. We hope you had a nice trip on our train! Wir hoffen sie hatten eine schöne Fahrt in unserem Zug! Enjoy Frankfurt! Genießen Sie Frankfurt!", tönte es durch die Lautspreche des Zuges. Fintan riss es langsam aus dem Schlaf. Er sah sich verwundert um, erblickte Ake, auf dessen Schulter er eine Ewigkeit geschlafen hatte müssen. "Wah, sorry Kumpel!", gab er von sich und rückte demonstrativ etwas weg. Er wollte doch bei anderen Leuten keinen falschen Eindruck erwecken. Doch bei näherem Überlegen war es ihm egal, sie waren schließlich nicht in seiner Heimatstadt. Jonte, Thorvald und Fridjof hörten auf zu spielen, Sticky grinste hämisch, weil er die beiden gnadenlos abgezockt hatte:"Nächstes Mal spielen wir um Geld!" "Es wird kein nächstes Mal geben", gab Jonte mürrisch zurück. Im Schnitt hatte er doch die meiste Zeit verloren. Thorvald genehmigte sich noch schnell einen Happen zu Essen. Er wusste schließlich nicht, was es in Frankfurt als nächstes geben würde, und besonders wusste er nicht, wann. Der Sänger hatte sich nichs anmerken lassen, als Fintan erwacht war. Er packte einfach sein Gepäck zusammen und war bereit auszusteigen.

Orientierungslos tappsten die 5 Schweden durch Frankfurt. Sie waren mitten in der Stadt ausgestiegen und wussten nun nicht, wo ihr Hotel war. Ake stritt sich lautstark mit Fridjof. Beide wollten es natürlich besser wissen. So irrten sie eine Zeit lang durch die Stadt. Der einzige, der die ganze Zeit wusste, wo es langging, hatte den Mund voll mit Brot, Banane oder Apfel. Infolgedessen konnte er nicht viel sagen, wollte er auch garnicht. Jonte und Fintan machten sich nichts draus, freuten sich, etwas von der Stadt zu sehen, scherzten und pfiffen deutschen Mädchen hinterher. Ake warf den Mädchen, die von Fintan bepfiffen wurden, im Streit neidische Blicke zu, Sticky deutete sie doch anders:"Hey du Saftsack! Kannst du mal aufhören den dummen Weibern nachzugaffen? Ich dachte du kennst den Weg so genau! Wir wollen aber nicht im Puff übernachten. Zumindest ich nicht! Also konzentrier dich gefälligst!" Ake war kurzzeitig sprachlos, verwirrt und verärgert, als plötzlich eines der Mädchen auf ihn zukam. Sie pflaumte ihn ebenfalls an, aber auf deutsch, sodass er nicht viel verstehen konnte. Hinter ihm fingen Fintan und Jonte an zu lachen. Beide verstanden etwas deutsch und die Tatsache, dass das Mädchen Ake für den Pfeifer hielt, war doppelt amüsant. Ake schaute doof aus der Wäsche. Die ganze Welt hatte sich gegen ihn verschworen, dabei war er es doch gewesen, der die Band zum MetalBattle angemeldet hatte. 'Gemein', dachte er. "Äh..sorry Miss.", versuchte er es auf Englisch. "It wasn't my intention to bother you. You know, I'm a musician. I just tried to whistle a part of our new song. You understand? I'm bad at whistling. I'm sorry!" Das Mädchen grinste sich einen Ast ab. Ake Englisch war sehr niedlich gewesen, sie hatte ihn gut verstehen können und fand die Ausrede einfach klasse. Jonte und Fintan wunderten sich derweil, dass er das Pfeife auf seine Kappe nahm. Thorvald stand teilnahmslos herum und aß und Fridjof war entzürnt, dass Ake so ein schleimiger Casanova war. "Shall I show you the city tonight?", fragte das Mädchen und schaute nur Ake an. "Us?", fragte dieser verdutzt. "No, only you!", antwortete das Mädchen und schaute ihn lieb an. "Eh..sorry...but, we have to find our hotel first and then I'd like to sleep. We just arrived and we come from Sweden, you know? It was a long journey. I'm sorry." An sich war Ake garnicht müde. Aber ein Date mit einer Frau. Das wollte er sich zu gern entgehen lassen. "Ah, okay. Have a nice time!" Mit diesen Worten verschwand das Mädchen in der Menge. "Du hasts drauf!", Fintan klopfte Ake auf die Schulter. "Die war doch ganz nett, warum wolltest du denn nicht? Du bist der einzige Kerl, den ich kenne, der ein Mädel abblitzen lässt. Idiot!" Und schon wieder hakte man auf Ake rum. Er wollte nur noch schnell ins Bett.

Nach etwas mehr Streit und plötzlicher Initiative Throvalds wurde das Hotel schließlich gefunden. Die fünf konnten problemlos einchecken und ihr Gepäck hatte das Hotel schon vor Stunden erreicht. Damit nicht allzu viel Geld ausgegeben werden musste, hatte Thorvald 3 Zimmer buchen lassen. Er selbst nahm das Einzelzimmer und ließ die anderen 4 sich streiten, wer mit wem in einem Doppelbett würde schlafen müssen. "Throvald, du Egoist!", kam es von Jonte. Er grinste dabei. Er selbst hatte ja kein Problemm, mit einem der anderen ein Bett zu teilen. Fridjof war da etwas mürrisch. "Warum haben wir eigentlich keine Sängerin? Zu der würd ich mich dann freiwillig legen." Alle anderen lachten. "Nun gut", sprach Jonte und brach Streichhölzer ab. "Wer das kürzeste zieht, schläft bei mir. Ok?" Fintan nickte, Ake und Fridjof schlossen sich an. Erst zog Ake, ein ganzes Streichholz. Er hoffte, mit Fintan in ein Zimmer zu kommen. Dann zog Sticky, ein recht kurzes Holz, und Akes Hoffnungen verstärkten sich. Doch zu seiner großen Enttäuschung zog Fintan ein noch kürzeres Holz. "Haha! Da hast du deine Sängerin, Sticky!", lachte Jonte und bekam von Ake einen wütenden Blick zugeworfen. Fintan mischte sich schlichtend ein:"Lass Ake doch mal in Ruhe! Er hat heute schon genug gelitten. Ist halt Schicksal, mein Gott! Willst du mit Jonte ins Bett, Sticky? Ich tausche meinetwegen." Er grinste etwas. "Ne, is schon okay.", gab Fridjof zurück. 'Mich fragt mal wieder keiner', dachte Ake, aber er wollte keinen Aufstand machen.

Spät in der Nacht schliefen alle außer Fintan tief und fest. Er hatte im Zug zu viel geschlafen und war nun hellwach. Unruhig lief er im Zimmer auf und ab, trank einen Schluck Wasser, musste nach einer Zeit aufs Klo. Dann legte er sich aufs Bett. Ihm war heiß, obwohl er nur Boxershorts trug. Er ging in den Flur, wo niemand war, ging wieder ins Zimmer. Er duschte sich ab, doch es half alles nichts. Er spielte in Gedanken auf seiner Gitarre, die sich schon im Bulli befand. Er lauschte dem Schnarchen von Jonte, der endlich mal seine Mütze abgenommen hatte. Fintan legte sich neben ihn. Nun wünschte er sich, eine Freundin zu haben, an die er sich hätte kuscheln können. Dann wär ihm wenigstens nicht so langweilig. In seinen wirren Gedanken schlief er dann doch ein. Bis auf gelegentliches Schnarchen war es in jedem der drei Zimmer richtig still.

 

 

24.10.06 20:21
 


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