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Aufbruch in Schweden

Vor einigen Wochen hatte Ake Olofson, ein kleiner, schmächtiger, langhaariger junger Mann, in Erfahrung gebracht, dass in Deutschland ein MetalBattle stattfinden würde, bei dem es mehrere Runden geben werde. Die drei besten Bands würden die Chance bekommen, live auf dem Wacken Open Air 2007 aufzutreten. Ake sah es als große Chance für sich und seine Band. Aufgeregt und voller Zuversicht berichtete er seinen vier Kollegen von seiner Idee. Da sie alle nicht sonderlich viel in Schweden zu tun hatten, beschlossen sie, nach Deutschland zu reisen. Noch war es Sommer 2006. Semsterferien für Fintan und Jonte, die Gitarristen der Band. Thorvald, der Bassist, hatte immer schon gut vom Geld seiner Eltern gelebt. Fridjof, der wegen seiner Künste am Schlagzeug auch Sticky Fingers genannt wurde, hatte noch keine Saison. Er war Eishockeyspieler einer mittelmäßigen Mannschaft. Ake selbst war eine Art Tagträumer. Er hatte immer davon geträumt, mit der Band groß herauszukommen, jobbte zwischendurch manchmal, wenn das Geld knapp wurde.

Via Internet hatte Ake die Band angemeldet, nun stand die Vorrunde in Frankfurt an. Sie waren mit der Fähre von Schweden nach Dänemark übergesetzt und saßen seit Dänemark in einem Zug. Zwar hatten sie in Hamburg umsteigen müssen, doch die Wartezeit am Bahnhof war gering gewesen. Nun hatten sie ein Abteil fast für sich allein, nur einige Geschäftsreisende waren noch bei ihnen. Thorvald hatte die Kosten auf sich, bzw. auf seine Eltern genommen. So konnten sie bequem und schnell reisen. Auch die Instrumente von allen sollten sicher in Frankfurt ankommen. Thorvald hatte sie mit einem Container verfrachten lassen. Mittlerweile mussten sie schon in Frankfurt sein. In Frankfurt selbst würden sie einen kleinen Laster oder einen Bulli mit Anhänger haben, um die Bundesrepublik zu durchfahren.

Während der Zugfahrt spielten Jonte und Sticky Karten. Die Zeit wollte dennoch nicht recht vergehen, besonders nicht für Jonte, weil er fast immer verlor. Thorvald hatte ein recht großes Lunchpaket von zu Hause mitgebracht. Eigentlich eine Tasche für sich. Er hatte vor fünf Minuten sein sechtes belegtes Brot gegessen und verschlang nun eine Banane. Er schien recht fröhlich dabei. Seine einzige Sorge galt wohl nur dem Essen. Er befürchtete, dass das Essen in Deutschland ihm nicht schmecken könnte. Ake machte sich über sowas weniger Gedanken. Er war zwar vollstens aufgeregt, doch lenkte ihn der schlafende Fintan zu sehr ab. Schließlich lag sein Kopf auf Akes Schulter und seine linke Hand verweilte auf Akes Knie. Aus Verlegenheit den anderen gegenüber, die schließlich nichts von seinen geheimen Vorlieben wussten, schloss er auch die Augen, stecke einen Kopfhörer in sein Ohr und tat, als würde er schlafen. Dem gefräßigen Thorvald wurde es zu langweilig, er setzte sich zu Jonte und Fridjof. Sie spielten nun zu dritt Karten und Jonte war nicht mehr so oft der Verlierer. Ganz vertieft in Spiel und Schlaf merkte niemand der fünf, dass sie schon in einigen Minuten Frankfurt erreichen würden.

 

 

17.10.06 13:49


Da rollen sie wieder...

Mika, Maki und Jo hatten einige Gigs in kleinen Hallen gespielt, als Vorband oder Vorvorband. Sie hatten sich enorm gebessert und ihr Zusammenspiel wurde immer harmonischer. So war es nicht verwunderlich, dass alle drei der Meinung waren, sie müssten bekannt werden. Mika hatte einige Möglichkeiten in Erwägung gezogen, bekannt zu werden. Maki und Jo gefiel der Vorschlag, beim MetalBattle teilzunehmen jedoch am besten. Die anderen Ideen wurden verworfen und die Proben begannen.

Es war Sommer, Maki stand der Schweiß auf der Stirn, obwohl sie grade erst begonnen hatte, Schlagzeug zu spielen. Mika und Jo erging es wenig später nicht besser. Alle drei trugen sie Shorts, der Anblick war sehr amüsant. Maki hätte am liebsten am Nordpol gespielt, so heiß war ihr, doch sie gab wie immer ihr bestes. Mika war sehr zufrieden und zeigte dies, indem sie einfach schweigend spielte und nur Töne von sich gab, wenn sie singen musste. Jo freute sich wie immer auf ihre Soli, in denen sie total aufging. Sie mochte es sehr, ihr Können unter Beweis zu stellen. Irgendwann hörte die Probe nach schier endloser Zeit auf. Zwar hatten sie wie immer nicht mehr als drei Stunden geprobt, dennoch fühlte sich insbesonders Maki als wäre sie in der Wüste von einem Laster überfahren worden. Müde ließ sie sich auf den Rasen vor dem Haus fallen. Jo holte Getränke aus dem Kühlschrank: Für jeden erstmal ein kühles Bier! Die Erfrischung tat sehr gut und Mika plapperte plötzlich drauf los:" Habt ihr euch eigentlich schon einmal Gedanken gemacht, wie wir unser ganzes Equipment nach Frankfurt geschleppt bekommen? Wir haben leider kein Auto, erst recht keinen Van. Und unser Etat ist auch knapp bemessen." Schweigen. Doch dann antwortete Jo:" In der Firma, wo meine Schwester arbeitet, gibt es total viele Bullis und Vans. Sie ist da sehr hoch angesehen. Bestimmt kann sie für längere Zeit einen Bulli leihen und uns überlassen."

Schon eine Woche später fanden sich Maki, Mika und Jo in einem Bulli wieder. Sie fuhren über die Autobahn Richtung Frankfurt. Mika saß am Steuer, weil sie die einzige mit Führerschein war. Sie war mittlerweile schon sehr müde geworden, aber bei dem Lärm, den Maki veranstaltete, konnte nicht einmal eine Leiche weiterschlafen. Maki sang lauthals zu Liedern im Radio. Sie krächzte vielmehr. Und die Texte kannte sie auch nicht, weil es ihr an Englischkenntnissen fehlte. Jo amüsierte sich darüber sehr. Sie musste zwar auch die Karte lesen, aber das Stück auf der Autobahn mussten sie noch mindestens eine Stunde lang befahren. Sie widmete sich nun ihrer Freundin, Maki. Die Fahrerin versuchte, den beiden keine Beachtung zu schenken und begann ihrerseits nun, bei den Liedern mitzusingen. Im Gegensatz zu Maki hörte es sich bei ihr sauber und melodisch an. Man hätte die Songs auch ohne die Musik aus dem Radio wiedererkannt. Maki fiel nun über Jo her, sie küssten sich, wollten Mika aber nicht zu sehr verärgern, also beließen sie es schnell beim Kuscheln. Die Autobahn war mäßig voll, die Strecke selbst eben und endlos lang. Das Radio leierte vor sich hin als Mika irgendwann aufschrie:"Frankfurt! 32 Kilometer! Wir sind fast da! Endlich!"

17.10.06 20:27


Mir is langweilig -.-

"Ladies and Gentleman, meine Damen und Herren. This train will arrive in Frankfurt in two Minutes. Dieser Zug wird in zwei Minuten in Frankfurt ankommen. Please take all your baggage with you. Bitte nehmen sie all ihr Gepäck mit. We hope you had a nice trip on our train! Wir hoffen sie hatten eine schöne Fahrt in unserem Zug! Enjoy Frankfurt! Genießen Sie Frankfurt!", tönte es durch die Lautspreche des Zuges. Fintan riss es langsam aus dem Schlaf. Er sah sich verwundert um, erblickte Ake, auf dessen Schulter er eine Ewigkeit geschlafen hatte müssen. "Wah, sorry Kumpel!", gab er von sich und rückte demonstrativ etwas weg. Er wollte doch bei anderen Leuten keinen falschen Eindruck erwecken. Doch bei näherem Überlegen war es ihm egal, sie waren schließlich nicht in seiner Heimatstadt. Jonte, Thorvald und Fridjof hörten auf zu spielen, Sticky grinste hämisch, weil er die beiden gnadenlos abgezockt hatte:"Nächstes Mal spielen wir um Geld!" "Es wird kein nächstes Mal geben", gab Jonte mürrisch zurück. Im Schnitt hatte er doch die meiste Zeit verloren. Thorvald genehmigte sich noch schnell einen Happen zu Essen. Er wusste schließlich nicht, was es in Frankfurt als nächstes geben würde, und besonders wusste er nicht, wann. Der Sänger hatte sich nichs anmerken lassen, als Fintan erwacht war. Er packte einfach sein Gepäck zusammen und war bereit auszusteigen.

Orientierungslos tappsten die 5 Schweden durch Frankfurt. Sie waren mitten in der Stadt ausgestiegen und wussten nun nicht, wo ihr Hotel war. Ake stritt sich lautstark mit Fridjof. Beide wollten es natürlich besser wissen. So irrten sie eine Zeit lang durch die Stadt. Der einzige, der die ganze Zeit wusste, wo es langging, hatte den Mund voll mit Brot, Banane oder Apfel. Infolgedessen konnte er nicht viel sagen, wollte er auch garnicht. Jonte und Fintan machten sich nichts draus, freuten sich, etwas von der Stadt zu sehen, scherzten und pfiffen deutschen Mädchen hinterher. Ake warf den Mädchen, die von Fintan bepfiffen wurden, im Streit neidische Blicke zu, Sticky deutete sie doch anders:"Hey du Saftsack! Kannst du mal aufhören den dummen Weibern nachzugaffen? Ich dachte du kennst den Weg so genau! Wir wollen aber nicht im Puff übernachten. Zumindest ich nicht! Also konzentrier dich gefälligst!" Ake war kurzzeitig sprachlos, verwirrt und verärgert, als plötzlich eines der Mädchen auf ihn zukam. Sie pflaumte ihn ebenfalls an, aber auf deutsch, sodass er nicht viel verstehen konnte. Hinter ihm fingen Fintan und Jonte an zu lachen. Beide verstanden etwas deutsch und die Tatsache, dass das Mädchen Ake für den Pfeifer hielt, war doppelt amüsant. Ake schaute doof aus der Wäsche. Die ganze Welt hatte sich gegen ihn verschworen, dabei war er es doch gewesen, der die Band zum MetalBattle angemeldet hatte. 'Gemein', dachte er. "Äh..sorry Miss.", versuchte er es auf Englisch. "It wasn't my intention to bother you. You know, I'm a musician. I just tried to whistle a part of our new song. You understand? I'm bad at whistling. I'm sorry!" Das Mädchen grinste sich einen Ast ab. Ake Englisch war sehr niedlich gewesen, sie hatte ihn gut verstehen können und fand die Ausrede einfach klasse. Jonte und Fintan wunderten sich derweil, dass er das Pfeife auf seine Kappe nahm. Thorvald stand teilnahmslos herum und aß und Fridjof war entzürnt, dass Ake so ein schleimiger Casanova war. "Shall I show you the city tonight?", fragte das Mädchen und schaute nur Ake an. "Us?", fragte dieser verdutzt. "No, only you!", antwortete das Mädchen und schaute ihn lieb an. "Eh..sorry...but, we have to find our hotel first and then I'd like to sleep. We just arrived and we come from Sweden, you know? It was a long journey. I'm sorry." An sich war Ake garnicht müde. Aber ein Date mit einer Frau. Das wollte er sich zu gern entgehen lassen. "Ah, okay. Have a nice time!" Mit diesen Worten verschwand das Mädchen in der Menge. "Du hasts drauf!", Fintan klopfte Ake auf die Schulter. "Die war doch ganz nett, warum wolltest du denn nicht? Du bist der einzige Kerl, den ich kenne, der ein Mädel abblitzen lässt. Idiot!" Und schon wieder hakte man auf Ake rum. Er wollte nur noch schnell ins Bett.

Nach etwas mehr Streit und plötzlicher Initiative Throvalds wurde das Hotel schließlich gefunden. Die fünf konnten problemlos einchecken und ihr Gepäck hatte das Hotel schon vor Stunden erreicht. Damit nicht allzu viel Geld ausgegeben werden musste, hatte Thorvald 3 Zimmer buchen lassen. Er selbst nahm das Einzelzimmer und ließ die anderen 4 sich streiten, wer mit wem in einem Doppelbett würde schlafen müssen. "Throvald, du Egoist!", kam es von Jonte. Er grinste dabei. Er selbst hatte ja kein Problemm, mit einem der anderen ein Bett zu teilen. Fridjof war da etwas mürrisch. "Warum haben wir eigentlich keine Sängerin? Zu der würd ich mich dann freiwillig legen." Alle anderen lachten. "Nun gut", sprach Jonte und brach Streichhölzer ab. "Wer das kürzeste zieht, schläft bei mir. Ok?" Fintan nickte, Ake und Fridjof schlossen sich an. Erst zog Ake, ein ganzes Streichholz. Er hoffte, mit Fintan in ein Zimmer zu kommen. Dann zog Sticky, ein recht kurzes Holz, und Akes Hoffnungen verstärkten sich. Doch zu seiner großen Enttäuschung zog Fintan ein noch kürzeres Holz. "Haha! Da hast du deine Sängerin, Sticky!", lachte Jonte und bekam von Ake einen wütenden Blick zugeworfen. Fintan mischte sich schlichtend ein:"Lass Ake doch mal in Ruhe! Er hat heute schon genug gelitten. Ist halt Schicksal, mein Gott! Willst du mit Jonte ins Bett, Sticky? Ich tausche meinetwegen." Er grinste etwas. "Ne, is schon okay.", gab Fridjof zurück. 'Mich fragt mal wieder keiner', dachte Ake, aber er wollte keinen Aufstand machen.

Spät in der Nacht schliefen alle außer Fintan tief und fest. Er hatte im Zug zu viel geschlafen und war nun hellwach. Unruhig lief er im Zimmer auf und ab, trank einen Schluck Wasser, musste nach einer Zeit aufs Klo. Dann legte er sich aufs Bett. Ihm war heiß, obwohl er nur Boxershorts trug. Er ging in den Flur, wo niemand war, ging wieder ins Zimmer. Er duschte sich ab, doch es half alles nichts. Er spielte in Gedanken auf seiner Gitarre, die sich schon im Bulli befand. Er lauschte dem Schnarchen von Jonte, der endlich mal seine Mütze abgenommen hatte. Fintan legte sich neben ihn. Nun wünschte er sich, eine Freundin zu haben, an die er sich hätte kuscheln können. Dann wär ihm wenigstens nicht so langweilig. In seinen wirren Gedanken schlief er dann doch ein. Bis auf gelegentliches Schnarchen war es in jedem der drei Zimmer richtig still.

 

 

24.10.06 20:21


Schreibwut mangels Beschäftigung

Auch die drei Mädels hatten Frankfurt noch sehr früh an diesem Tag erreicht. Maki konnte es natürlich nicht erwarten, aus dem Van zu hopsen und zu schreien:"Fraaaaaaaaaaaaaaaaaaaaankfuuuuuuuuuuuuuuurt!Hiiiiiiiieeeeeeeeer biiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiin iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiich!!!!!" Mika und Jo schauten sich verlegen um. Maki musste auch immer alle Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Es war ihnen dann aber auch egal. Sie hatten hinter einem Hotel geparkt. Zufällig hinter dem Hotel, in dem sie wohnen würden. Vom den Organisatoren des MetalBattle wurde dieses Hotel extra nur für Musiker gebucht, damit sich alle untereinander kennenlernen konnten. Maki fing etwas an zu quengeln, weil sie müde und hungrig war. "Du kriegst doch gleich was zu essen", versuchte Jo sie zu beruhigen. Es half nichts, deswegen küsste sie sie innig, damit sie wenigstens den Mund hielt. Mika checkte derweil für sie ein, alle 3 bekamen fesche Armbänder, weils in dem Hotel 'All inclusive' gab. "Was ist das?", fragte Maki Mika. Diese antwortete:"Was wunderbares. Du kannst hier im Hotel so viel essen und trinken wie du willst, wann du willst." "Boah, cool...Wo denn?", kam die nächste Frage. "Im Speisesaal", grinste Jo.

Nachdem das Gepäck in den Zimmer verstaut war, wollte Maki sich sofort auf das Buffet stürzen, schlief dann aber direkt ein.

Am nächsten Morgen fragte sie sich zum Speisesaal durch, während Jo und Mika ersteinmal von den Duschen Gebrauch machten. Im Speisesaal selbst packte Maki sich sofort einen Teller voll mit Brötchen, Brot, Rührei, Käse, Wurst, Marmelade, Butter, Nutella...alles was es gab konnte man auf ihrem Teller finden. Sie suchte einen Platz, wollte aber nicht alleine sitzen. Sie entdeckte einen 6er Tisch, an dem nur 5 Personen saßen. 5 junge Männer, die sie direkt sympathisch fand. "Hallo! Ist hier noch Platz? Ich hab gern Gesellschaft beim Essen!" Alle 10 Augen waren auf sie gerichtet, aber niemand antwortete ihr im ersten Moment. "Du..willsd diech setzän?", fragte derjenige mit dem braunen, langen Haar. Er deutete dabei auf den freien Platz neben sich. "Genau!", kam es von Maki zurück, die amüsiert über seinen Akzent war. Sie musterte ihren Nachbarn genau, während sie anfing zu essen. 'Ist ja witzig. Wenn man ihn so ansieht, könnte man meinen, er wäre Jo als Mann. Haha. Wie dumm.', dachte Maki so vor sich hin. Der Braunhaarige lächelte sie an und aß selbst weiter. "Wieh heißd du?", fragte er. Maki guckte doof, grinste etwas: "Maki, und du?" - "Fintan." Maki wurde neugierig:"Und wer sind die anderen?" - "Ich bin Jonte!", kam es vom selbigen, der ja auch Deutsch verstand. "Ja..und das sind Thorvald, Fridjof und Ake." "Ihr habt ja lustige Namen", entfuhr es Maki, "wo kommt ihr denn her?" "Wir sind Schweydän...da heißd mahn so lustik." "Schweden...cool.", gab Maki von sich, ohne zu wissen, wo Schweden lag. Sie wusste nur, dass es ein Land sein musste. Irgendwo, wo man so komisch spricht. 'Komisches Deutsch sprechen die da..', sinnierte sie, während sie weiteraß. Die jungen Herren hatten bald aufgegessen, Maki holte Nachschlag, diesmal Cornflakes, Müsli und Obst. Fintan amüsierte sich darüber und sagte etwas zu Thorvald, der sich durch Maki im weiteressen bestätigt fühlte. Sie plauderten etwas, Maki nur mit Jonte und Fintan, die anderen konnte sie garnicht verstehen. "Hasd du heute was vor?", fragte Fintan Maki, weil er Gefallen an ihr fand. "Nee", antwortete sie knapp, da sie gerade Müsli auf einem Löffel balancierte. "Magsd du was mit mir unternehmän? Frankfuhrt anseyhen?" "Ja, wieso nicht?" Maki war irgendwie begeistert von der Idee, sie dachte garnicht an Jo und Mika, die vielleicht schon andere Pläne mit ihr hatten. Wie auf Kommando stießen sie zu den 6en, Maki hatten sie ja an deren Haarpracht erkannt. "Morgen Maki! Und äh...Hallo ihr 5!", begrüßte Jo die Truppe am Tisch. Mika nuschelte ein "Morgen", ging dann aber direkt zu den Kaffeekannen. Sie war noch immer geschlaucht von der Autofahrt, obwohl sie recht viel geschlafen hatte. "Jo, du glaubst es nicht! Fintan und ich schauen uns heute zusammen die Stadt an!" Jo schaute verwirrt, dann auf Fintan, der sie ansah. "Du bist Fintan? Äh...Hi, ich bin Jo", sie grinste dumm, weil sie eigentlich mit Maki hatte etwas unternehmen wollen. Fintan antwortete auch, ziemlich knapp:" Hi Jo." Diese schaute Maki irritiert an:"Also du gehst mit ihm, okay. Äh...ich geh dahinten zu Mika an den Tisch, hab einen Bärenhunger! Viel Spaß euch heute. Tschau!!" Damit ging sie zu Mika, dann ans Buffet. Maki schaut ihr verdutzt nach. Kein Kuss, keine Umarmung. Nichteinmal ein liebevoller Blick. Maki schob es auf die Müdigkeit, die andere Stadt und so weiter. Nach dem Frühstück ging sie mit Fintan auf Entdeckungstour. Ake war natürlich ultraneidisch, dass Fintan alleine mit einem Mädchen wegging. Er blieb schmollend im Hotel zurück, Jonte und Sticky gingen auch alles auskundschaften und Thorvald blieb in Nähe des Buffets. Mika und Jo frühstückten ausgelassen, unterhielten sich angeregt über ihr Bühnenprogramm und bekamen so den ganzen Morgen herum. Gegen Mittag bemerkten sie, dass Thorvald auch noch immer zugegen war. Sie setzten sich zu ihm und begannen eine Gespräch auf Englisch. Sie beschlossen, das Frühstück zum Brunch werden zu lassen und hatten zu dritt sehr viel Spaß. Thorvald erzählte von Fintans Eigenarten, Jo ließ nocheinmal außen vor, dass Maki ihre Freundin war...
26.10.06 20:03





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