Startseite
  Archiv
  Steckbriefe
  Steckbriefe Paradice
  Steckbriefe der schwedischen Band
  Gästebuch
  Kontakt
 


http://myblog.de/meat-n-greet

Gratis bloggen bei
myblog.de





...

Während ihrer Unterhaltung mit Thorvald und Jo, schaute Mika sich immermal wieder um und entdeckte andere Menschen. Allesamt schienen wirklich sehr interessante Leute anwesend zu sein. Leicht verwundert war sie, als sie einen absolut nicht alt aussehenden Jungen erblickte. Sie schätzte ihn auf 13-14, seine braune Wuschelmähne erinnerte sie unwillkürlich an ihr eigenes Haar. Sie musste grinsen. "What's the matter, Mika?", fragte Thorvald, der etwas überrascht war von dem Grinsen. Er hatte nämlich grade mit Jo über die Gründung der Bands gesprochen, etwas von Mikas, Makis und Jos Vorgeschichte Erfahren und selbst einige Dinge über seine Bandkollegen erzählt. Davon war an sich noch nichts lustig gewesen. "Oh, eh..sorry. I didn't listen. Too many interesting people around here.", gab Mika mit einem verlegenen Lächeln zu. Sie passte nun besser auf bei dem Gespräch und brachte sich selbst ein. Als sie bei den amüsanten Themen angekommen waren, zogen sie einige Blicke auf sich, weil schallendes Gelächter von ihrem Tisch ausging. Die drei Personen machten einen Lärm wie eine Großfamilie. Speziell Thorvald kümmerte sich garnicht darum, sondern erzählte und hörte zu, wobei er beim Zuhören die meiste Zeit aß. Jo amüsierte sich über Thorvald und seine Unersättlichkeit, dieser nahm es gelassen und bot ihr noch etwas von seinem Apfel an. Mittlerweile wurde das Buffet umgebaut und der Schwarzhaarige starrte gespannt in dessen Richtung. "Darf man hier drin rauchen?", fragte Mika mehr der Kommunikation wegen als aus Unwissenheit. Sie ging direkt von einem Rauchverbot aus, holte ihre Zigaretten aus der Hosentasche, hielt sie Thorvald hin, der dankend den Kopf schüttelte, zuckte mit den Schultern und stand auf. Sie ging an dem Braunhaarigen vorbei, der sie kurz anschaute, als sie an ihm vorüberging. Im Innenhof des Hotels lehnte Mika sich ersteinmal an die Wand, zündete ihre Zigarette an und nahm einen tiefen Zug. 'Wie ich das gebraucht hab, aber man sollte ja nicht zu unhöflich sein.'

Maki und Fintan schlenderten gelassen durch die Straßen Frankfurts. "Warsd du schonmahl hier?", fragte Fintan Maki. "Ich, nee. Ich reise garnicht viel. Du denn?" "An sick auch nich. Bin das ersde Mal in Deutschlanhd. Is aber ganz nice hier." "Man kanns aushalten", musste Maki das letzte Wort haben. Sie gingen weiter, unterhielten sich über alles Mögliche, aber über nichts Ernstes, Sinnvolles. Als sie am Mainufer standen, hielt Fintan Maki eine Zigarettenschachtel hin. "Nee, danke. Ich hab selbst was. Das is sogar viel besser", grinste Maki triumphierend. Sie wühlte in ihrer Jackentasche nach einem der Joints, fand einen und steckte ihn in den Mund. "Aber anzünden darfst du." Sie streckte den Kopf etwas zu ihm hin und freute sich, dass sie noch etwas Stoff vom Dealer ihres Vertrauens bekommen hatte und die Joints schon im Auto gedreht hatte, als Jo am Schlafen gewesen war. Fintan schüttelte beim Anblick des Joints nur grinsend den Kopf, zündete ihn an und sich selbst auch eine Zigarette. Nach einer Weile schaute er zu Maki. "Du bisd gemein! Rauchsd das Ding vor meinen Augen. Gib mal was ab!" Er lachte, zog nocheinmal an der Zigarette und hielt sie Maki hin, diese schaute leicht verärgert. Es war ihr Joint, ihrer ganz allein. Selbstgedreht und liebgewonnen. Widerwillig tauschte sie dann aber doch, weil sie ja nicht gemein sein wollte. So hatte im Endeffekt jeder von ihnen einen halben Joint und eine halbe Zigarette geraucht. Grund genug für beide sich auf einen Baumstamm zu setzten, der irgendwann einmal durch den Main geschwommen war. Hätte jemand ein Niveau-Messgerät an die beiden angebracht, so würde es jetzt hektisch aufpiepen, weil das Niveau stark im roten Bereich lag. Fintan gab einen Witz zum besten:" Sagd ein Mann zum anderen: 'Ey, ficksd du deine Vrau auch manchmahl ins andäre Loch?' Andworted der andere: 'Spinnsd du? Meinsd du, ich will, dass die schwangär wird?'" Maki schaute Fintan an, begriff durch den Joint etwas langsamer als sonst schon und lachte laut los. Auch Fintan lachte wie blöd, beim Erzählen hatte er sich schon stark zurückhalten müssen. Bei beiden verstärkte der Joint die Blödelei und Maki wurde ziemlich warm. Sie zog ihre Jacke aus und legte sie neben sich auf den Stamm. Fintan hatte sich schon die ganze Zeit gewundert, wieso Maki bei diesem Wetter eine Jacke trug, aber er wusste, dass Frauen für alles ihre Gründe hatte, so hatte er das Nachfragen lieber sein gelassen. "Schwimmen gehen wär jetzt cool", meinte Maki und schaute auf den Fluss. "Aber nich dadrin....bah.." "Fintan schaute sie an:"Was hälsd du denn von dem Hotel-Pool?" "Au ja!". Maki sprang auf und zerrte an Fintan. Beide fingen wieder an zu lachen und machten sich auf den Rückweg.

Jonte und Sticky amüsierten sich prächtig in all den Bars und Kneipen, die Frankfurt zu bieten hatte. In Schweden sah man das mit dem Alkohol nicht immer so locker. Hier in Frankfurt konnte sie richtig auf den Putz hauen. Dementsprechend tranken sie ein Bier nach dem anderen, zwischdrin Schnaps. Der Spaß kam dabei von alleine.

Ake schmollte auf seinem Zimmer vor sich hin, wollte die Zeit aber sinnvoller nutzen und tat ausnahmsweise mal was für die Band. Er probte den Gesang. A Capella. Er war sich bewusst, dass Fintan sich grad mit dieser Frau amüsierte und Jonte und Fridjof auch nur Scheiß anstellen würden. Bei Thorvald war er sich sicher, dass dieser keinen Schritt aus dem Speiseraum wagen würde. Damit hatte er recht.

Laura am 4.11.06 19:12


Einstieg der dritten Band

Im Auto war es recht eng für alle Beteiligten, da man sich weder einen professionellen Transport leisten konnte, noch irgendjemanden kannte, der ein richtig großes Fahrzeug hatte und es zur Verfügung gestellt hätte. So hatten sich Jonathan, Lucas, Daniel und Sebastian zusammen mit Gitarre, Bass und Proviant ins Auto und das Drumset mit den Reisetaschen in den Kofferraum gequetscht. Sie hofften einfach mal, dass das restliche Equipment vor Ort beim Bandcontest aufzufinden und auszuleihen war, sonst hätten sie ein Problem; aber wie sollte eine Band, die zu drei Vierteln aus Schülern bestand, auf andere Weise dorthin gelangen?

Vorne saßen Bassist Jonathan, wegen seiner langen blonden Haare auch Gabriel genannt, und Drummer Lucas, die beide schon einen Führerschein hatten und sich, um sich und den anderen ihr Können zu beweisen, mit dem Fahren abwechselten. Zwischen den Instrumenten und einem Korb mit belegten Broten, handgeschmiert von der Großmutter eines ehemaligen Bandmitglieds, die die Band immer unterstützt hatte, teilten sich Gitarrist Daniel und Sänger Sebastian die Rückbank. Sebastian blätterte gelangweilt im JGTHM und stellte wieder einmal fest, dass er jedes Wort schon kannte und in der Zwischenzeit kein einziges neues dazugekommen war. Daniel hatte sich vorsorglich ein Sixpack Bier mitgenommen, welches ihm neidische Blicke von Lucas bescherte und Gabriel hoffen ließ, es wäre nur noch eine Frage der Zeit, bis Lucas seinem Verlangen nachgab und er das Steuer endlich für sich hatte. Mit einer Flasche in der Hand sah der Gitarrist nach draußen, aus den Ohrstöpseln seines Mp3Players drang in voller Lautstärke Hypocrisy.

„Peter Tägtgren ist schwul!“ tönte es von vorn, Lucas hatte gerade nichts zu tun, saß auf dem Beifahrersitz und schlug mit den Händen auf seinen Oberschenkeln den Takt des Schlagzeugs, welches er durch die Daniel-typische Lautstärke bis nach vorn hörte. Gabriel verdrehte die Augen und fragte mit leichtem Unterton in der Stimme „Willst du nicht ein Bier trinken?“ „Manchen Leuten gebe ich nichts von meinem Bier ab…“ grummelte Daniel „Zum Beispiel solchen, die meine Idole beleidigen…“ „Jetzt wirst du aber gemein gegenüber Homosexuellen!“ rief Lucas grinsend „Seit wann ist schwul eine Beleidigung?“ „Oh, Fuck you…“ stöhnte Daniel und erhöhte noch einmal die Lautstärke, so dass er nichts mehr hören konnte. Gabriel seufzte nur genervt auf und schüttelte den Kopf. Im Probenraum verstanden sich die beiden prächtig, aber im Alltag war es für den Bandgründer unerträglich, ihnen zuzuhören. Sebastian hatte sich die ganze Zeit still verhalten und sich im Schweigen stolz gefühlt mit SEINER Band zu einem Contest zu fahren. Er sah sich schon auf der größten Bühne in Wacken, sah sich auf Welttournee mit Maiden als Vorband und hielt nichts von dem Gedanken, dass er sich vielleicht unrealistische Dinge ausmalte.

Gegen Mittag parkte das Auto auf dem Parkplatz des Hotels, in dem auch die anderen Bands waren, und die vier stiegen aus. Nachdem sie ihr Gepäck auf die beiden Zimmer gebracht hatten (es verstand sich bandintern von selbst, dass Gabriel und Lucas sowie Daniel und Sebastian zusammen schliefen) fanden sie sich im Speisesaal ein, da auch größte Brotkorb einmal leer war. Sie setzten sich mit den gefüllten Tellern an einen freien Tisch, Gabriel beobachtete die Leute um ihn herum, Sebastian lauschte den Gesprächen am Nachbartisch, an dem zwei Frauen und ein Mann saßen und sich über andere Leute unterhielten, Lucas lästerte über Hypocrisy. Daniel bekam davon aber glücklicherweise nichts mit, denn er redete gerade mit Andèrs Knørs von Bloody Burial, einer saarländischen Death Metal Band, den er von ICQ kannte. Von ihm erfuhr er, dass BB doch nicht am Wettbewerb teilnehmen würden, da seine schwangere Freundin nun, einige Wochen vor dem angekündigten Termin, zur Entbindung im Krankenhaus war, und er die Geburt auf jeden Fall miterleben wollte. „Hey Leute“ machte Daniel auf sich Aufmerksam „Bloody Burial spielen doch nicht, wir haben also eine Chance!“ Sebastian bekam nicht viel davon mit, da seine Aufmerksamkeit noch den beiden braunhaarigen Frauen und dem schwarzhaarigen Mann galt. Man musste ihm förmlich ansehen, dass er ihnen zuhörte, neugierig wie der Sechzehnjährige war.

Kathrin am 4.11.06 17:48


Schreibwut mangels Beschäftigung

Auch die drei Mädels hatten Frankfurt noch sehr früh an diesem Tag erreicht. Maki konnte es natürlich nicht erwarten, aus dem Van zu hopsen und zu schreien:"Fraaaaaaaaaaaaaaaaaaaaankfuuuuuuuuuuuuuuurt!Hiiiiiiiieeeeeeeeer biiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiin iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiich!!!!!" Mika und Jo schauten sich verlegen um. Maki musste auch immer alle Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Es war ihnen dann aber auch egal. Sie hatten hinter einem Hotel geparkt. Zufällig hinter dem Hotel, in dem sie wohnen würden. Vom den Organisatoren des MetalBattle wurde dieses Hotel extra nur für Musiker gebucht, damit sich alle untereinander kennenlernen konnten. Maki fing etwas an zu quengeln, weil sie müde und hungrig war. "Du kriegst doch gleich was zu essen", versuchte Jo sie zu beruhigen. Es half nichts, deswegen küsste sie sie innig, damit sie wenigstens den Mund hielt. Mika checkte derweil für sie ein, alle 3 bekamen fesche Armbänder, weils in dem Hotel 'All inclusive' gab. "Was ist das?", fragte Maki Mika. Diese antwortete:"Was wunderbares. Du kannst hier im Hotel so viel essen und trinken wie du willst, wann du willst." "Boah, cool...Wo denn?", kam die nächste Frage. "Im Speisesaal", grinste Jo.

Nachdem das Gepäck in den Zimmer verstaut war, wollte Maki sich sofort auf das Buffet stürzen, schlief dann aber direkt ein.

Am nächsten Morgen fragte sie sich zum Speisesaal durch, während Jo und Mika ersteinmal von den Duschen Gebrauch machten. Im Speisesaal selbst packte Maki sich sofort einen Teller voll mit Brötchen, Brot, Rührei, Käse, Wurst, Marmelade, Butter, Nutella...alles was es gab konnte man auf ihrem Teller finden. Sie suchte einen Platz, wollte aber nicht alleine sitzen. Sie entdeckte einen 6er Tisch, an dem nur 5 Personen saßen. 5 junge Männer, die sie direkt sympathisch fand. "Hallo! Ist hier noch Platz? Ich hab gern Gesellschaft beim Essen!" Alle 10 Augen waren auf sie gerichtet, aber niemand antwortete ihr im ersten Moment. "Du..willsd diech setzän?", fragte derjenige mit dem braunen, langen Haar. Er deutete dabei auf den freien Platz neben sich. "Genau!", kam es von Maki zurück, die amüsiert über seinen Akzent war. Sie musterte ihren Nachbarn genau, während sie anfing zu essen. 'Ist ja witzig. Wenn man ihn so ansieht, könnte man meinen, er wäre Jo als Mann. Haha. Wie dumm.', dachte Maki so vor sich hin. Der Braunhaarige lächelte sie an und aß selbst weiter. "Wieh heißd du?", fragte er. Maki guckte doof, grinste etwas: "Maki, und du?" - "Fintan." Maki wurde neugierig:"Und wer sind die anderen?" - "Ich bin Jonte!", kam es vom selbigen, der ja auch Deutsch verstand. "Ja..und das sind Thorvald, Fridjof und Ake." "Ihr habt ja lustige Namen", entfuhr es Maki, "wo kommt ihr denn her?" "Wir sind Schweydän...da heißd mahn so lustik." "Schweden...cool.", gab Maki von sich, ohne zu wissen, wo Schweden lag. Sie wusste nur, dass es ein Land sein musste. Irgendwo, wo man so komisch spricht. 'Komisches Deutsch sprechen die da..', sinnierte sie, während sie weiteraß. Die jungen Herren hatten bald aufgegessen, Maki holte Nachschlag, diesmal Cornflakes, Müsli und Obst. Fintan amüsierte sich darüber und sagte etwas zu Thorvald, der sich durch Maki im weiteressen bestätigt fühlte. Sie plauderten etwas, Maki nur mit Jonte und Fintan, die anderen konnte sie garnicht verstehen. "Hasd du heute was vor?", fragte Fintan Maki, weil er Gefallen an ihr fand. "Nee", antwortete sie knapp, da sie gerade Müsli auf einem Löffel balancierte. "Magsd du was mit mir unternehmän? Frankfuhrt anseyhen?" "Ja, wieso nicht?" Maki war irgendwie begeistert von der Idee, sie dachte garnicht an Jo und Mika, die vielleicht schon andere Pläne mit ihr hatten. Wie auf Kommando stießen sie zu den 6en, Maki hatten sie ja an deren Haarpracht erkannt. "Morgen Maki! Und äh...Hallo ihr 5!", begrüßte Jo die Truppe am Tisch. Mika nuschelte ein "Morgen", ging dann aber direkt zu den Kaffeekannen. Sie war noch immer geschlaucht von der Autofahrt, obwohl sie recht viel geschlafen hatte. "Jo, du glaubst es nicht! Fintan und ich schauen uns heute zusammen die Stadt an!" Jo schaute verwirrt, dann auf Fintan, der sie ansah. "Du bist Fintan? Äh...Hi, ich bin Jo", sie grinste dumm, weil sie eigentlich mit Maki hatte etwas unternehmen wollen. Fintan antwortete auch, ziemlich knapp:" Hi Jo." Diese schaute Maki irritiert an:"Also du gehst mit ihm, okay. Äh...ich geh dahinten zu Mika an den Tisch, hab einen Bärenhunger! Viel Spaß euch heute. Tschau!!" Damit ging sie zu Mika, dann ans Buffet. Maki schaut ihr verdutzt nach. Kein Kuss, keine Umarmung. Nichteinmal ein liebevoller Blick. Maki schob es auf die Müdigkeit, die andere Stadt und so weiter. Nach dem Frühstück ging sie mit Fintan auf Entdeckungstour. Ake war natürlich ultraneidisch, dass Fintan alleine mit einem Mädchen wegging. Er blieb schmollend im Hotel zurück, Jonte und Sticky gingen auch alles auskundschaften und Thorvald blieb in Nähe des Buffets. Mika und Jo frühstückten ausgelassen, unterhielten sich angeregt über ihr Bühnenprogramm und bekamen so den ganzen Morgen herum. Gegen Mittag bemerkten sie, dass Thorvald auch noch immer zugegen war. Sie setzten sich zu ihm und begannen eine Gespräch auf Englisch. Sie beschlossen, das Frühstück zum Brunch werden zu lassen und hatten zu dritt sehr viel Spaß. Thorvald erzählte von Fintans Eigenarten, Jo ließ nocheinmal außen vor, dass Maki ihre Freundin war...
Laura am 26.10.06 20:03


Mir is langweilig -.-

"Ladies and Gentleman, meine Damen und Herren. This train will arrive in Frankfurt in two Minutes. Dieser Zug wird in zwei Minuten in Frankfurt ankommen. Please take all your baggage with you. Bitte nehmen sie all ihr Gepäck mit. We hope you had a nice trip on our train! Wir hoffen sie hatten eine schöne Fahrt in unserem Zug! Enjoy Frankfurt! Genießen Sie Frankfurt!", tönte es durch die Lautspreche des Zuges. Fintan riss es langsam aus dem Schlaf. Er sah sich verwundert um, erblickte Ake, auf dessen Schulter er eine Ewigkeit geschlafen hatte müssen. "Wah, sorry Kumpel!", gab er von sich und rückte demonstrativ etwas weg. Er wollte doch bei anderen Leuten keinen falschen Eindruck erwecken. Doch bei näherem Überlegen war es ihm egal, sie waren schließlich nicht in seiner Heimatstadt. Jonte, Thorvald und Fridjof hörten auf zu spielen, Sticky grinste hämisch, weil er die beiden gnadenlos abgezockt hatte:"Nächstes Mal spielen wir um Geld!" "Es wird kein nächstes Mal geben", gab Jonte mürrisch zurück. Im Schnitt hatte er doch die meiste Zeit verloren. Thorvald genehmigte sich noch schnell einen Happen zu Essen. Er wusste schließlich nicht, was es in Frankfurt als nächstes geben würde, und besonders wusste er nicht, wann. Der Sänger hatte sich nichs anmerken lassen, als Fintan erwacht war. Er packte einfach sein Gepäck zusammen und war bereit auszusteigen.

Orientierungslos tappsten die 5 Schweden durch Frankfurt. Sie waren mitten in der Stadt ausgestiegen und wussten nun nicht, wo ihr Hotel war. Ake stritt sich lautstark mit Fridjof. Beide wollten es natürlich besser wissen. So irrten sie eine Zeit lang durch die Stadt. Der einzige, der die ganze Zeit wusste, wo es langging, hatte den Mund voll mit Brot, Banane oder Apfel. Infolgedessen konnte er nicht viel sagen, wollte er auch garnicht. Jonte und Fintan machten sich nichts draus, freuten sich, etwas von der Stadt zu sehen, scherzten und pfiffen deutschen Mädchen hinterher. Ake warf den Mädchen, die von Fintan bepfiffen wurden, im Streit neidische Blicke zu, Sticky deutete sie doch anders:"Hey du Saftsack! Kannst du mal aufhören den dummen Weibern nachzugaffen? Ich dachte du kennst den Weg so genau! Wir wollen aber nicht im Puff übernachten. Zumindest ich nicht! Also konzentrier dich gefälligst!" Ake war kurzzeitig sprachlos, verwirrt und verärgert, als plötzlich eines der Mädchen auf ihn zukam. Sie pflaumte ihn ebenfalls an, aber auf deutsch, sodass er nicht viel verstehen konnte. Hinter ihm fingen Fintan und Jonte an zu lachen. Beide verstanden etwas deutsch und die Tatsache, dass das Mädchen Ake für den Pfeifer hielt, war doppelt amüsant. Ake schaute doof aus der Wäsche. Die ganze Welt hatte sich gegen ihn verschworen, dabei war er es doch gewesen, der die Band zum MetalBattle angemeldet hatte. 'Gemein', dachte er. "Äh..sorry Miss.", versuchte er es auf Englisch. "It wasn't my intention to bother you. You know, I'm a musician. I just tried to whistle a part of our new song. You understand? I'm bad at whistling. I'm sorry!" Das Mädchen grinste sich einen Ast ab. Ake Englisch war sehr niedlich gewesen, sie hatte ihn gut verstehen können und fand die Ausrede einfach klasse. Jonte und Fintan wunderten sich derweil, dass er das Pfeife auf seine Kappe nahm. Thorvald stand teilnahmslos herum und aß und Fridjof war entzürnt, dass Ake so ein schleimiger Casanova war. "Shall I show you the city tonight?", fragte das Mädchen und schaute nur Ake an. "Us?", fragte dieser verdutzt. "No, only you!", antwortete das Mädchen und schaute ihn lieb an. "Eh..sorry...but, we have to find our hotel first and then I'd like to sleep. We just arrived and we come from Sweden, you know? It was a long journey. I'm sorry." An sich war Ake garnicht müde. Aber ein Date mit einer Frau. Das wollte er sich zu gern entgehen lassen. "Ah, okay. Have a nice time!" Mit diesen Worten verschwand das Mädchen in der Menge. "Du hasts drauf!", Fintan klopfte Ake auf die Schulter. "Die war doch ganz nett, warum wolltest du denn nicht? Du bist der einzige Kerl, den ich kenne, der ein Mädel abblitzen lässt. Idiot!" Und schon wieder hakte man auf Ake rum. Er wollte nur noch schnell ins Bett.

Nach etwas mehr Streit und plötzlicher Initiative Throvalds wurde das Hotel schließlich gefunden. Die fünf konnten problemlos einchecken und ihr Gepäck hatte das Hotel schon vor Stunden erreicht. Damit nicht allzu viel Geld ausgegeben werden musste, hatte Thorvald 3 Zimmer buchen lassen. Er selbst nahm das Einzelzimmer und ließ die anderen 4 sich streiten, wer mit wem in einem Doppelbett würde schlafen müssen. "Throvald, du Egoist!", kam es von Jonte. Er grinste dabei. Er selbst hatte ja kein Problemm, mit einem der anderen ein Bett zu teilen. Fridjof war da etwas mürrisch. "Warum haben wir eigentlich keine Sängerin? Zu der würd ich mich dann freiwillig legen." Alle anderen lachten. "Nun gut", sprach Jonte und brach Streichhölzer ab. "Wer das kürzeste zieht, schläft bei mir. Ok?" Fintan nickte, Ake und Fridjof schlossen sich an. Erst zog Ake, ein ganzes Streichholz. Er hoffte, mit Fintan in ein Zimmer zu kommen. Dann zog Sticky, ein recht kurzes Holz, und Akes Hoffnungen verstärkten sich. Doch zu seiner großen Enttäuschung zog Fintan ein noch kürzeres Holz. "Haha! Da hast du deine Sängerin, Sticky!", lachte Jonte und bekam von Ake einen wütenden Blick zugeworfen. Fintan mischte sich schlichtend ein:"Lass Ake doch mal in Ruhe! Er hat heute schon genug gelitten. Ist halt Schicksal, mein Gott! Willst du mit Jonte ins Bett, Sticky? Ich tausche meinetwegen." Er grinste etwas. "Ne, is schon okay.", gab Fridjof zurück. 'Mich fragt mal wieder keiner', dachte Ake, aber er wollte keinen Aufstand machen.

Spät in der Nacht schliefen alle außer Fintan tief und fest. Er hatte im Zug zu viel geschlafen und war nun hellwach. Unruhig lief er im Zimmer auf und ab, trank einen Schluck Wasser, musste nach einer Zeit aufs Klo. Dann legte er sich aufs Bett. Ihm war heiß, obwohl er nur Boxershorts trug. Er ging in den Flur, wo niemand war, ging wieder ins Zimmer. Er duschte sich ab, doch es half alles nichts. Er spielte in Gedanken auf seiner Gitarre, die sich schon im Bulli befand. Er lauschte dem Schnarchen von Jonte, der endlich mal seine Mütze abgenommen hatte. Fintan legte sich neben ihn. Nun wünschte er sich, eine Freundin zu haben, an die er sich hätte kuscheln können. Dann wär ihm wenigstens nicht so langweilig. In seinen wirren Gedanken schlief er dann doch ein. Bis auf gelegentliches Schnarchen war es in jedem der drei Zimmer richtig still.

 

 

Laura am 24.10.06 20:21


Da rollen sie wieder...

Mika, Maki und Jo hatten einige Gigs in kleinen Hallen gespielt, als Vorband oder Vorvorband. Sie hatten sich enorm gebessert und ihr Zusammenspiel wurde immer harmonischer. So war es nicht verwunderlich, dass alle drei der Meinung waren, sie müssten bekannt werden. Mika hatte einige Möglichkeiten in Erwägung gezogen, bekannt zu werden. Maki und Jo gefiel der Vorschlag, beim MetalBattle teilzunehmen jedoch am besten. Die anderen Ideen wurden verworfen und die Proben begannen.

Es war Sommer, Maki stand der Schweiß auf der Stirn, obwohl sie grade erst begonnen hatte, Schlagzeug zu spielen. Mika und Jo erging es wenig später nicht besser. Alle drei trugen sie Shorts, der Anblick war sehr amüsant. Maki hätte am liebsten am Nordpol gespielt, so heiß war ihr, doch sie gab wie immer ihr bestes. Mika war sehr zufrieden und zeigte dies, indem sie einfach schweigend spielte und nur Töne von sich gab, wenn sie singen musste. Jo freute sich wie immer auf ihre Soli, in denen sie total aufging. Sie mochte es sehr, ihr Können unter Beweis zu stellen. Irgendwann hörte die Probe nach schier endloser Zeit auf. Zwar hatten sie wie immer nicht mehr als drei Stunden geprobt, dennoch fühlte sich insbesonders Maki als wäre sie in der Wüste von einem Laster überfahren worden. Müde ließ sie sich auf den Rasen vor dem Haus fallen. Jo holte Getränke aus dem Kühlschrank: Für jeden erstmal ein kühles Bier! Die Erfrischung tat sehr gut und Mika plapperte plötzlich drauf los:" Habt ihr euch eigentlich schon einmal Gedanken gemacht, wie wir unser ganzes Equipment nach Frankfurt geschleppt bekommen? Wir haben leider kein Auto, erst recht keinen Van. Und unser Etat ist auch knapp bemessen." Schweigen. Doch dann antwortete Jo:" In der Firma, wo meine Schwester arbeitet, gibt es total viele Bullis und Vans. Sie ist da sehr hoch angesehen. Bestimmt kann sie für längere Zeit einen Bulli leihen und uns überlassen."

Schon eine Woche später fanden sich Maki, Mika und Jo in einem Bulli wieder. Sie fuhren über die Autobahn Richtung Frankfurt. Mika saß am Steuer, weil sie die einzige mit Führerschein war. Sie war mittlerweile schon sehr müde geworden, aber bei dem Lärm, den Maki veranstaltete, konnte nicht einmal eine Leiche weiterschlafen. Maki sang lauthals zu Liedern im Radio. Sie krächzte vielmehr. Und die Texte kannte sie auch nicht, weil es ihr an Englischkenntnissen fehlte. Jo amüsierte sich darüber sehr. Sie musste zwar auch die Karte lesen, aber das Stück auf der Autobahn mussten sie noch mindestens eine Stunde lang befahren. Sie widmete sich nun ihrer Freundin, Maki. Die Fahrerin versuchte, den beiden keine Beachtung zu schenken und begann ihrerseits nun, bei den Liedern mitzusingen. Im Gegensatz zu Maki hörte es sich bei ihr sauber und melodisch an. Man hätte die Songs auch ohne die Musik aus dem Radio wiedererkannt. Maki fiel nun über Jo her, sie küssten sich, wollten Mika aber nicht zu sehr verärgern, also beließen sie es schnell beim Kuscheln. Die Autobahn war mäßig voll, die Strecke selbst eben und endlos lang. Das Radio leierte vor sich hin als Mika irgendwann aufschrie:"Frankfurt! 32 Kilometer! Wir sind fast da! Endlich!"

Laura am 17.10.06 20:27


Aufbruch in Schweden

Vor einigen Wochen hatte Ake Olofson, ein kleiner, schmächtiger, langhaariger junger Mann, in Erfahrung gebracht, dass in Deutschland ein MetalBattle stattfinden würde, bei dem es mehrere Runden geben werde. Die drei besten Bands würden die Chance bekommen, live auf dem Wacken Open Air 2007 aufzutreten. Ake sah es als große Chance für sich und seine Band. Aufgeregt und voller Zuversicht berichtete er seinen vier Kollegen von seiner Idee. Da sie alle nicht sonderlich viel in Schweden zu tun hatten, beschlossen sie, nach Deutschland zu reisen. Noch war es Sommer 2006. Semsterferien für Fintan und Jonte, die Gitarristen der Band. Thorvald, der Bassist, hatte immer schon gut vom Geld seiner Eltern gelebt. Fridjof, der wegen seiner Künste am Schlagzeug auch Sticky Fingers genannt wurde, hatte noch keine Saison. Er war Eishockeyspieler einer mittelmäßigen Mannschaft. Ake selbst war eine Art Tagträumer. Er hatte immer davon geträumt, mit der Band groß herauszukommen, jobbte zwischendurch manchmal, wenn das Geld knapp wurde.

Via Internet hatte Ake die Band angemeldet, nun stand die Vorrunde in Frankfurt an. Sie waren mit der Fähre von Schweden nach Dänemark übergesetzt und saßen seit Dänemark in einem Zug. Zwar hatten sie in Hamburg umsteigen müssen, doch die Wartezeit am Bahnhof war gering gewesen. Nun hatten sie ein Abteil fast für sich allein, nur einige Geschäftsreisende waren noch bei ihnen. Thorvald hatte die Kosten auf sich, bzw. auf seine Eltern genommen. So konnten sie bequem und schnell reisen. Auch die Instrumente von allen sollten sicher in Frankfurt ankommen. Thorvald hatte sie mit einem Container verfrachten lassen. Mittlerweile mussten sie schon in Frankfurt sein. In Frankfurt selbst würden sie einen kleinen Laster oder einen Bulli mit Anhänger haben, um die Bundesrepublik zu durchfahren.

Während der Zugfahrt spielten Jonte und Sticky Karten. Die Zeit wollte dennoch nicht recht vergehen, besonders nicht für Jonte, weil er fast immer verlor. Thorvald hatte ein recht großes Lunchpaket von zu Hause mitgebracht. Eigentlich eine Tasche für sich. Er hatte vor fünf Minuten sein sechtes belegtes Brot gegessen und verschlang nun eine Banane. Er schien recht fröhlich dabei. Seine einzige Sorge galt wohl nur dem Essen. Er befürchtete, dass das Essen in Deutschland ihm nicht schmecken könnte. Ake machte sich über sowas weniger Gedanken. Er war zwar vollstens aufgeregt, doch lenkte ihn der schlafende Fintan zu sehr ab. Schließlich lag sein Kopf auf Akes Schulter und seine linke Hand verweilte auf Akes Knie. Aus Verlegenheit den anderen gegenüber, die schließlich nichts von seinen geheimen Vorlieben wussten, schloss er auch die Augen, stecke einen Kopfhörer in sein Ohr und tat, als würde er schlafen. Dem gefräßigen Thorvald wurde es zu langweilig, er setzte sich zu Jonte und Fridjof. Sie spielten nun zu dritt Karten und Jonte war nicht mehr so oft der Verlierer. Ganz vertieft in Spiel und Schlaf merkte niemand der fünf, dass sie schon in einigen Minuten Frankfurt erreichen würden.

 

 

Laura am 17.10.06 13:49





Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung